Flunkerliese

Neulich fragte doch jemand, ab wann die Kleinen so anfangen zu lügen.
Hier wird grade mit knapp 2 Jahren gelogen und versteckt was das Zeugs hält.
Frag ich irgendwas, ist die Antwort garantiert eine Minilüge. Möchte ich um ein wenig Mitarbeit ringen wie zB. „holst du mal die Lätzchen“ krieg ich garantiert ein nööö entgegengeschleudert.
Naja, was frag ich überhaupt…
Außerdem wir jetzt alles was sie nicht haben soll(doch recht dilettantisch) hinter dem Rücken versteckt. Heimlich aus dem Bett organisierte Schnuller, Süßigkeiten usw.
Irgendwie ist das ja total putzig!

Frage in die Runde

Gibt es eigentlich ne Möglichkeit, Käse- und Wurstscheiben fest an die Stulle zu tackern?
Mich nervt das sooo sehr mit dem nur den Belag essen und dann rumpöbeln bis zum geht nicht mehr.

Zwischenstand

Danke für eure vielen Anregungen zu dem Tagesmutterthema.
Kurzer Zwischenstand: Die Tagesmutter wird einfach nicht besser, auch wenn sich die Kleine da pudelwohl zu fühlen scheint. Wir wollten ihr ja ne Chance geben, aber doof bleibt doof…
Dafür habe ich jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt, unsere Situation zu ändern.
Nächste Woche treffen wir uns mit einer anderen die fast nebenan von dieser Tagesmutter wohnt. Leider kann sie erst ab Januar, aber zur Not kriegen wir das schon irgendwie hin. Das Jugendamt hat sie zumindest in den höchsten Tönen als richtig tolle Tagespflegestelle gelobt und sie hat dazu noch einen eigenen Sohn in Julias Alter. Mal gucken…vorerst geht die Kleine aber trotzdem schon mal für ein paar Stunden zu der komischen Frau Tageskindsein üben.

Die Tagesmutter wird eingewöhnt

Nachdem Julia nun 1 Woche erfolgreich und mit ganz viel Spaß bei OmaOpa verbracht hat, entgegnen wir nun dem Nichtvorhandensein von Krippenplätzen recht spontan mit einer Tagesmutter.
Bei uns gibt es zwar 5(!) große Kindergärten im Dorf, aber wenn ich einen Antrag auf einen der 5 Krippenplätze stellen will, ginge das erst im Februar/März 2012 und dann im Juli/August wird entschieden wer die Plätze bekommen wird. Super Sache, dann wird die Kleine nämlich auch bald schon 3 und dann ist nix mehr mit Krippe. Leider lassen sich die Tagesmütter hier ihre Arbeit auch vergolden und das können wir uns wirklich nicht leisten.
Nun haben wir allerdings über unsere Exnachbarn eine Tagesmutter gefunden die oberflexibel ist, bezahlbar, erfahren, viel rausgeht mit den Kindern, fast vor unserer Haustüre wohnt und auch noch Kinder im passenden Alter betreut.
Also fangen wir jetzt an, diese Gute Frau einzugewöhnen. Julia muß man ja schließlich nicht wirklich irgendwo eingewöhnen. Solange es da Kinder, Spielzeug und was zu essen gibt bleibt sie eigentlich überall. Ich hätte am ersten Tag wie bereits erwartet schon komplett nach 5 Minuten gehen können.
Hach, das finde ich richtig toll an unserer Kleinen dieses Vertrauen in uns, daß wir natürlich wiederkommen und sie nie irgendwo hingeben wo es doof ist.
Schön zu sehen, wieviel Spaß sie bei der Tagesmutter hat.
Nun kommt allerdings das große ABER.
Das besteht auch einem äußerst merkwürdigen Gefühl meinerseits der Tagesmutter gegenüber. Nein, das ist sicher keine Eifersucht oder so. Aber die hat irgendwie einen kleinen Dachschaden die Dame und ich kann es noch nicht wirklich greifen und in Worte fassen was da nicht stimmt. es sind etliche Kleinigkeiten von denen jede für sich nicht schlimm wäre, aber alle zusammen lassen mich schon grübeln.

Ich versuche mich mal, diese kleinen Dinge aufzuzählen:
– kein Kind lacht dort (außer mein dauerlacher natürlich) und irgendwie herrscht eine äußerst unfröhliche Grundstimmung
– niemand animiert die Kinder zu spaßigen Sachen
– die TAMU redet mir extremst zu Munde. Finde ich etwas gut, tut sie das auch. Mag ich etwas nicht, schimpft sie wie ein Rohrspatz darüber.
– sie ist sehr streng zu den Kindern. Ich finde das grundsätzlich gut, aber man kann es bei den Ministöpseln auch echt übertreiben. Wenn sie zB. nee statt nein sagen gibts richtig arg Schimpfe mit dem Kommentar „nee kostet 5 €“ häääh?
– sie ist sehr unfair in ihrer Strenge, das alte Tageskind ist superlieb und schüchtern und kriegt ständig Schimpfe weil sie zB. mit etwas spielen will was die TAMU Julia zugedacht hat (die damit gar nicht spielen wollte)
– sie betont ständig so Sachen die mich grübeln lassen, warum sie das nicht nebenher kurz erwähnt, sondern so extrem betont. zB. daß Fremde die Kinder „nicht anfassen, nicht füttern“ dürfen. Nieeeeemand dürfe jeeeeemals die Kinder anfassen und ihnen was zustecken. Find ich ja okay, aber 1x kurz ansprechen hätte ja auch gereicht
– sie läßt sich 1000fach von mir bestätigen daß sie das Kind auch ausziehen darf, weil sie ab und an mal baden gehen. –> und was macht sie bitteschön beim windeln?
– sie fühlt sich von vielen Leuten „verfolgt“. Im Dorf reden viele über sie, andere Eltern erzählen Lügen…(die würd ich ja gerne mal hören)
– Sie erzählt stundenlang was von Datenschutz, daß nichts diesen Raum verläßt.- Schon gut, es reicht doch es 1x zu erwähnen, oder?
– sie zeigt mir nicht ihre ganzen Räume, obwohl es auch Privaträume gibt die die Kinder nutzen werden. Ich krieg nichtmal Bad oder Küche gezeigt.
– Sie erzählt mir mehrfach, wie schrecklich Hello Kitty sei und daß sie das total ablehnen würde. Also richtig fest in ihren Grundsätzen die Frau. Okay, ich finde das selber auch doof aber es hätte ja sein können daß ich morgen mit nem Hello Kittypulloverkind komme, oder? Es ist alles ne Frage der Art, sowas anzusprechen.
– Sie sagt zu den Kindern in meinem Beisein recht eindringlich daß sie auch immer Geheimnisse vor den Eltern haben müssen was sie ihnen nicht erzählen dürfen. Man müsse ja nicht immer erzählen was sie so toben *aufhorch*
– Einmal erzähl sie mir, sie habe keinen Mann und lebe alleine und beim nächsten Mal gibt es doch einen Ehemann der da wohnt.
– sie hat mir bis heute noch keine richtige Antwort auf die Frage gegeben ob sie denn die Quali fürs Jugendamt hat. Sagt immer nur jaja. Schimpft stattdessen aufs Amt daß immer alle Anträge ihrer Eltern abgelehnt werden zur Zeit. Das Amt kennt diese TAMU nicht und versichert mir in den letzten 3 Jahren nicht einen Antrag abgelehnt zu haben.
– Der Hinweis, daß sie 0,50€/h mehr bekommt, wenn wir das übers Amt laufen lassen scheint sie nicht zu motivieren sich mal mit der Thematik auseinanderzusetzen
– wir müssen immer über so komische Sachen reden anstelle mal die grundlegenden Dinge zu regeln. Ihr sind so seltsame Dinge totaaaal wichtig, wichtiger als die wirklichen wichtigen Dinge die man absprechen muß
– Es wird permanent darüber geredet daß am 22.12. in die Kirche zum Tannenbaumschmücken gegangen wird, ganz wichtig und terminlich schon voll besprochen und daß zu den Geburtstagen alle Eltern Geld für Geschenke die sie aussucht gegeben wird. Aber über Urlaubsregelungen, Krankheitsvertretungen, Kosten und so wird auch auf Nachfrage kaum geredet.
– sie bezeichnet die Kinder immer so komisch verklärt als kleine Erdenbürger, höchstes Gut, Heiligtümer und so in der Art

irgendwie seltsam das ganze.
Ich kann es nicht greifen aber die ganze Frau ist latent paranoid und geistig verklärt (wie in einer Sekte) im Ersteindruck.

Leider kann keine andere Tagesmutter vor Januar und deshalb gucke ich mir das jetzt nochmal ein paar Wochen mit an. Denn Julia gefällt es da und vielleicht bin ich ja komisch.
Aber Ilja fand sie auch irgendwie seltsam. Das soll schon was heißen.

Eine Woche Kinderfrei

und ich weiß gar nicht wie ich das finden soll…
Irgendwie ist es total schön mal wieder ohne Kind zu sein. Wir machen all das was wir schon so lange vermißt haben und genießen es auch richtig und intensiv. Wir essen nur noch am Couchtisch mit angeschaltetem Fernseher, lassen uns ungesundes Essen liefern und freuen uns über all die tausenden Kleinigkeiten die ohne Kind doch so viel einfacher sind. Ich sag nur aufräumen…
Aber andererseits merken wir auch wie schön diese kleinen aber seltenen Selbstverständlichkeiten zwar sind, aber sie wiegen im Leben nicht das auf was unsere Kleine uns gibt.
Wir vermissen sie total.
Andauernd habe ich den Gedanken „Psst, damit sie nicht aufwacht“. Denn es fühlt sich an, als würde sie nur schlafen. Ich schlafe inzwischen mit ihrer Kuscheldecke und renne andauernd ins Kinderzimmer und muß mich ganz schön zusammenreißen daß ich sie nicht stündlich anrufe. Denn sie ist glaub ich schon fast genervt daß wir schon wieder am Telefon sind. Sie hat nämlich total viel Spaß bei Oma und Opa und keine Zeit für uns…
Haaaaaach….das ist alles irgendwie tolldoof
Unsere Kleine macht sich auf, groß zu werden

Es ist soweit

Ich glaube wir können jetzt anfangen uns mal zu überlegen was das hier nun für uns bedeutet.
Ich ahne schreckliches.
Hatten wir es doch bis heute noch recht einfach daß das Tochterkind irgendwie noch nie auf die Idee kam daß die es ja schon längst können müßte.
Tja, da läßt man Vater und Tochter mal alleine zu Hause und schon fällt denen nur Blödsinn ein 😉

Liebe Mitblogger

Ich bin ja nicht nur faul im selberschreiben, sondern auch im Mitlesen.
Da krieg ich doch eher am Rande mit daß das auch von mir virtuell mitgehibbelte erwartete Baby schon laaange da ist, daß jemand der weg war und um den ich immer noch trauerte nun doch wieder da ist und daß viele andere so vieles tolles und auch trauriges zu berichten hatten und ich schaffe es einfach nicht mitzukommen.
Da ärger ich mich über mich selber manchmal total. Denn ihr seid mir doch so ans Herz gewachsen und ein Blog lebt doch nur wenn man es liest.
Wie macht ihr das denn?
Weil je länger man so hier unterwegs ist, desto mehr tolle virtuelle Freunde hat man die einen interessieren und desto mehr Zeit kostet der eigene Blog.
Habt ihr alle wirklich soooo viel Zeit überall mitzulesen?

Ach ja, da war ja noch was

Der kalte Entzug ist irgendwie vorbei, bevor er wirklich begann.
Denn es ging einfach nicht mehr ohne Schnuller. In einer ganz schlimmen Nacht haben wir zusammen den Babyschnuller gesucht. Also den allerersten, den ich aufgehoben habe. Irgendwie hatte ich auch die Hoffnung daß er viel zu klein ist und nicht schmeckt. Aber Pustekuchen, das Teil war jetzt dieee Rettung.
Aber was solls, wir probieren es später einfach nochmal. Manchmal frage ich mich, warum ich nicht einfach immer so mache wie sich das gut anfühlt, sondern immer alles hinterfragen muß und mir ständig Sorgen mache wegen ist ja schlecht und so. Das sollte ich mir echt mal abgewöhnen in der Kindererziehung.
Oft gelingt das ja schon ganz gut und ich würde uns schon eher zu den eher entspannteren Eltern zählen, aber da geht noch was.
Hinter die Ohren schreib.

kalter Entzug Tag 2

Schnulleralarm Tag 2: Ich habs komischerweise heute morgen nach erfolgreich überstandener Nacht nicht mehr ausgehalten und hab den Babyerstlingsschnuller rausgeholt. Sie hat mir nämlich unter übelsten Tränen irgendwie klargemacht daß das Baby ihren Schnuller wieder rausrücken müßte und sie auch keine Geschenke haben wolle. Naja, ich will ja schließlich nicht schuld sein, wenn sie nen Psychoschaden bekommt oder das Baby von unseren Freunden nachher das böse ist. Blöde Idee eigentlich, Mutter! Denn das Teil ließ sie natürlich nun gar nicht mehr los. Dabei hab ich Doofie gedacht, daß ihr das Miniding gar nicht gefallen würde. Pustekuchen!
Trotzdem war es dann irgendwann aus dem Mund verschwunden (Ich weiß ja auch nicht wer DAS wohl war…tüdelidüüü…) und ich hab ihn wieder weggepackt und nicht mehr rausgerückt. War dann tagsüber auch okay. Sie hat nur ein paar mal nachgefragt.
Das Kind schläft nun heute doch tatsächlich viel ruhiger als gestern. Hat nur kurz geknüddelt und das wars. Das ist bestimmt die Ruhe die ich grade ausstrahle, weil ich nämlich den verlorengegangenen Ersatzschnuller auch noch gefunden habe und nun selber irgendwie beruhigter bin mit dem Ding in der Hinterhand.
Mal gucken was ich jetzt mache. Ich bin grundsätzlich bereit es durchzuziehen und auch mal die ganze Nacht über das Kind zu trösten, aber nicht um jeden Preis. Aber wenn, dann muß ich mir noch was tolles ausdenken wo das Ding nun eigentlich herkommt. Nicht daß ich unglaubwürdig werde. Das hält mich auch schon ein bißchen ab zu schnell weich zu werden.
Ich bin mal gespannt

Schnullerentzug Tag 1

Wir haben ja nun schon lange auf die Kleine eingewirkt daß sie ihren Schnuller dem Baby im Freundeskreis schenken könnte. Wider Erwarten hat sie das heute auch gemacht und dem Neugeborenen nebst Nuckelflasche und so ihren Schnuller hingeschoben. Die Tragweite ihres Tuns wurde ihr dann wohl später erst klar und seither haben wir ein unentspanntes dauerheulendes Nörgelkind. Wie gut daß wir den Schnuller wirklich ganz dagelassen haben, denn sonst wären wir Eltern bestimmt schon weich geworden.
(Wobei, irgendwo muß noch genau einer rumschwirren. Der versteckt sich aber gut)
Alternativen wie dem Schnuffeltier die Nase abkauen oder den winzig kleinen Puppenschnuller zu nehmen sind auch nicht das Wahre. Es ist nicht so daß ich das nicht auch mal ein paar Tage aushalten könnte, aber irgendwie frag ich mich grade ob das wirklich nötig gewesen ist und warum wir eigentlich unser ja noch so kleines Kind so quälen müssen. Hmm…

Newer entries » · « Older entries