umguck…
[flüstermodus] 8 Stunden *duckundweg*[/flüstermodus]
Wir haben vor 2 Tagen weiteren Zuwachs in der Familie bekommen der natürlich gleich besucht werden mußte. Ist Julia doch zum ersten Mal frischgebackenes Großcousinchen geworden. Die kommenden Tage gehts dann noch weiter mit den Babys in der Familie. Das geht jetzt Schlag auf Schlag. Nun aber erstmal willkommen auf dieser Welt Mia! Man bist du noch winzig und wie klopsig ist meine Tochter schon dagegen mit ihren zarten 2 Monaten, irre! Julias Papa hat sich auch gleich ohne Scheu das Mädel geschnappt und ihr die Flasche hochprofessionell einverleibt. Naja, wir sind ja auch noch in Übung damit.
Ansonsten waren wir vorgestern das erste Mal im Irish Pub mit der Tochter. Sie hat sich standesgemäß verhalten und erstmal den Guinnessdeckel angeknabbert während wir in Ruhe unser Steak essen durften. Für Mama gabs dann auch noch das erste Guinness seit Ewigkeiten. Man war das lecker!!!
Und gestern haben wir nicht nur das erste Mal unser High Tech Babyphone benutzt, sondern die Tochter hat sich auch noch das erste Mal alleine aus dem Beistellbett rausgekullert. Heute Nacht hat sie das dann noch 5x geübt und ich durfte das in der Bettritze feststeckende Kind dann jeweils immer retten. Oh man, langsam müssen wir richtig aufpassen wenn wir sie mal irgendwo hinlegen!
Ich wills ja nicht zu laut sagen, aber seit fast einer Woche schläft Julia doch tatsächlich jede Nacht 6-7h am Stück. Dummerweise fängt sie damit schon um 20:00 Uhr an und tut dies auch nur ein einziges Mal in der Nacht, sodaß ich 0:00 Uhr Bettgänger nicht wirklich viel davon habe. Hmm…wenn ich sie später ins Bett bringe schläft sie dann eben kürzer und wieder nur bis 2/3:00 Uhr, geh ich früher ins Bett langweile ich mich stundenlang weil ich auch nicht früher einschlafen kann. Menno!
Irgendwas ist ja immer
Wir waren heute nun bei dem anderen Orthopäden um den Befund der Hüfte nochmal nachprüfen zu lassen. Mir war das ja alles schon von Anfang an nicht koscher mit der angeblich schlechten Hüfte bei guten Werten und der Behandlung mit der Spreizschiene. Mir kam das immer von wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Das Ergebnis: die Hüfte war und ist komplett in Ordnung, hat weltbeste Werte und wir hätten diese Schiene eigentlich nicht tragen müssen. Auch der erste Befund von vor 3 Wochen (hab ich mir extra widerwillig mitgeben lassen) war bereits ein guter und er fragt sich selber warum wir eigentlich diese Schiene haben, denn es sei absolut nichts behandlungsbedürftig. Der plötzlich ja sooooo gerundete Erker den der Arzt beim letzten Mal rausholte als ich ihn auf die guten Werte ansprach sei lehrbuchmäßig kantig und selbst nach langem Suchen via Ultraschall konnte er rein gar nichts finden was irgendwie schlecht gewesen wäre. Es ist alles so toll, daß nichtmal mehr eine Nachkontrolle nötig sei. Man ist mir da ein Stein vom Herzen gefallen. Endlich mal ein netter Arzt der genau hinschaut und sich viel Zeit für mich genommen hat. Er hat auch ganz viel erklärt und wirklich mal zugehört. Man bin ich jetzt erleichtert und auf der anderen Seite auch stinkesauer. Geht es wirklich nur noch um Profit, um teure Behandlungen und sinnlose Verordnung der Dinge die die meisten Nachbehandlungen brauchen??? Anscheinend ja. Geht bloß nie in Harburg zum Orthopäden am Sand (Name gibts auf Anfrage), der ist nicht nur tierisch unfreundlich sondern nun auch noch nachweislich total inkompetent. Unabhängig davon machen die nur Fließbandarbeit und haben keinerlei Zeit für Extrafragen. Ich bin fast schon versucht meiner Krankenkasse davon zu berichten. Denn die zahlt ja schließlich die Mehrkosten.
Ich geh jetzt glaub ich nur noch zu den Luxusärzten, auch wenn die weiter weg sind. Das fühlt sich 1000x besser an als das was wir bisher so hatten. Die Osteopathin ist ja in Hamburgs nobelster Praxis schlechthin, weitere Behandler in Blankenese und nun auch noch ein neuer Orthopäde an der Elbchaussee. Die sind wirklich ganz anders dem Patienten gegenüber. All die, die ich bisher kennengelernt habe behandeln meist auch nur wenige Kassenpatienten. Hätte ich nie gedacht daß die dann auch besser sind, ist aber wohl leider so. Naja, solange sie mich als Kassenpatient genauso nett behandeln ist ja alles in Butter und das tun sie wider Erwarten sogar. Da lohnt sich die Fahrt über die Elbe…
Oh man, die Zeit die rennt ja förmlich davon. Einerseits ist alles noch so schrecklich neu und ich hab das Gefühl als wäre alles sooo schnell gegangen, andererseits hab ich das Gefühl die Kleine schon seit Jahren bei uns zu haben.
Auf jeden Fall kapieren wir es inzwischen so langsam richtig: Ja, wir haben eine Tochter und die ist nicht nur zu Besuch hier. Das ist ein echt tolles Gefühl. Ich hätte auch nie gedacht wie sehr ich mal in der Rolle als Mutter aufgehen werde, aber irgendwie ist es eine sehr ausfüllende und bereichernde neue Aufgabe in meinem Leben und die fühlt sich neben all der Anstrengungen echt gut an. Wovor hab ich eigentlich immer soviel Angst gehabt???
Tja, 2 Monate sind nun um und es ist wohl mal an der Zeit für ein paar unsortierte Schnipselchen:
- allgemein können wir nicht klagen, Julia ist ein freundliches, relativ entspanntes und pflegeleichtes Kind, während Mama und Papa ihre Aufgabe wider Erwarten doch sehr gut machen. Wir sind halt ein gutes Team und scheinen recht gute Antennen dafür zu haben was grade nötig ist und was nicht. Das erstaunt mich ehrlich gesagt immer wieder daß wir das so gut hinkriegen.
- Julia trägt seit einer Woche Größe 62/68. Die kleineren Sachen haben einfach nicht mehr passen wollen
- Das Kindchen ist jetzt über 60cm groß und der Wickeltisch und mein Schoß scheinen immer kürzer zu werden.
- die Hebamme war gestern das letzte Mal hier. Ich werd sie vermissen, denn ich fand sie sehr nett. (Auch wenn ich sie nie wirklich gebraucht habe war es doch immer nett mit ihr zu plauschen)
- Nach anfänglichen Startschwierigkeiten stillen wir jetzt doch wieder voll und abgesehen von einem immer hungrigen Kind ohne irgendwelche nennenswerte Probleme. Das fühlt sich echt toll an und ich vermisse wirklich gar nichts an den doofen Flaschen. Meine Milchpumpe verstaubt in der Ecke, die Flaschen sind ganz oben im Küchenschrank verbannt, mein Abwaschbecken vereinsamt und mein Lieblingshaushaltsgerät ist nicht mehr die Fläschchenspülbürste
- Wir kennen jetzt ne verdammt große Menge Ärzte, Therapeuten und Berater und wir rennen auch jetzt noch von einem zum anderen. (wenn wir mal grade nicht zu irgendwelchen Behörden laufen)
- Ich habe eine Mutter kennengelernt die hier gleich nebenan wohnt und einen Jungen im selben Alter hat. Wir wollen immer mal zusammen spazieren gehen- mal gucken wie lange das hält
- die Windeln vom Windellaster halten länger als gedacht und sind echt gut und günstig. Das mache ich wohl weiter.
- Das Kind muß immer noch diese doofe Schiene tragen, trägt es aber inzwischen mit Fassung. Morgen gehts auch nochmal zu nem anderen Orthopäden mal horchen ob das wirklich weiterhin nötig ist, wo doch die Werte eigentlich gut sind.
- Julia ist deutlich wacher und sehr an ihrer Umgebung interessiert. Ihre große Liebe ist übrigens die Zimmerlampe und das Wohnzimmerfenster.
- Langsam kann man unterschiedliche Laute vom Kindelein vernehmen. Vor allem morgens auf dem Wickeltisch wird beim strampeln viel ausprobiert. Ganz aktuell grade -k Laute und einzelne Quietschschreie
- Wir haben auf einmal ein Lieblingskuscheltier in Form eines hundeartigen Schnuffeltuches. Das wird immer ganz dolle angestrahlt und dem wird jetzt immer bei Schnullermangel ein Ohr abgekaut. Wir befürchten daß dieses die Belastung nicht lange durchhalten wird und haben deshalb gleich 2 weitere Modelle davon gekauft. Sicher ist sicher…
- Julia schläft am liebsten auf der Seite oder auf dem Bauch. Am allerliebsten unter einer Decke (so wie Mama, die schlief auch immer am besten unter dem Kopfkissen) und das kann in nichtplanbaren Abständen von einer bis hin zu 6/7h dauern. Schlafen in Rückenlage machen wir nur nachts und auch nur Mama zuliebe
- Sie lächtelt alles und jeden an und ist generell ein sehr gut gelauntes Kind, welches anscheinend einen starken Bezug zu Menschen hat. Schlechte Laune gibts eigentlich nur bei Futtermangel und Einsamkeit.
- den Kopf hebt sie ja schon seit der Geburt recht gut, inzwischen hat sie dieses perfektioniert und will ihn gar nicht mehr ablegen. so kann man ja auch vieeel besser gucken.
- Julia ist so ein guter Kostverwerter, daß sie nun auch noch den Stuhlgang eingestellt hat und nur noch alle Woche die Windeln zum zerbersten bringt. Das ist echt praktisch, denn die Dinger halten so vieeel länger. Dafür pupst sie wie wild und ich frage mich wer behauptet hat daß Babyfürze nicht stinken.
- der Schnuller ist Segen und Fluch zugleich, denn er ist nie da wo er hingehört und wird seit jeher nach ein paar Sekunden konsequent ausgespuckt um dann einige Sekunden später hochdramatisch vermißt zu werden. manchmal möchte ich ihr wirklich Absicht unterstellen und sinniere schon länger über Möglichkeiten der Befestigung am Kinde.
- Ich bin tierisch neidisch auf Iljas Fähigkeiten neben einem laut brüllenden Kind tief und fest schlafen zu können. Ich werd schon bei jedem Schnuff wach und der zuckt nichtmal- Respekt! Neidisch bin ich auch auf seine Möglichkeit ein Hobby auszuüben. Hmm….aber ich hab ja nichtmal ein Hobby.
- Der Schlafmangel schlaucht allgemein recht dolle, aber irgendwie komme ich dennoch relativ gut damit klar. Hätt ich nie von mir oller Schlafmütze gedacht.
- Ich habe mich nun endlich mal zu nem Rückbildungskurs angemeldet. Einem mit Baby….mal gucken wie das wird und ich überlege mal zum Stilltreff zu gehen um mal wieder unter Leute zu kommen. Hab allerdings noch keine Ahnung was das ist und ob man da nur hingeht wenn man Probleme hat oder einfach zum plauschen. Schauen wir mal…
Ach ja, meine Lieblingscousinchen sind auch beide schwanger und die eine ist die Tage jetzt dran. Man bin ich hibbelig!!! Ich muß mich wirklich zusammenreißen nicht täglich anzurufen um rumzunerven.
Ich war die letzten Tage mit der Kleinen bei meinen Eltern in Rostock und bin ganz stolz wie klasse sie es gemeistert hat von einem zum anderen gereicht zu werden und mit all dem Neuen klarzukommen was da so auf sie einströmte. Die Oma hatte nämlich Geburtstag und meine komplette Family war zu Besuch und da wollte natürlich jeder mal das Kindchen haben. Die Umgebung war fremd, die Menschen…einfach alles. Ich habe gleich am ersten Tag recht schnell gemerkt wann es zuviel wurde, denn dann gabs Abends immer Bauchweh und ich habe somit einfach die nächsten Tage versucht dafür zu sorgen daß es ruhiger zugeht. Schwuppdiwupp war auch nix mehr von Bauchweh zu merken. Irgendwie scheinen diese Pupsquer3Monatskolikwasauchimmerabendsbauchweh mit denen sich Julia mal wieder so arg rumquält seit einigen Tagen was mit Streß und Schlafmangel zu tun zu haben.
Ach ja, ich habe meine Pumpe verlängert bekommen und sie dennoch stillenderweise erfolgreich zu Hause gelassen und die Folterschiene wird auch immer besser angenommen, wenn auch immer noch seeehr unwillig *tschakka*
Damit ihr mal seht was das Kindelein da tragen muß hab ich mal ein Foto geschossen. Nach 2 Tagen Schiene muß ich sagen, einen Gewöhnungseffekt gibt es noch nicht annähernd. Sie schreit wie am Spieß sobald ich ihr das Teil nach dem wickeln wieder dranmachen will und beruhigt sich eigentlich gar nicht. Irgendwann schläft sie vor Erschöpfung ein, um dann immer wieder wenn sie auch nur ein bißchen wach wird loszuschreien. Das geht meist ganz schnell weil sie auf dem Rücken umkippt wenn ich sie dort nicht auch noch fixiere. Stillen geht auch fast gar nicht, denn irgendwas drückt an dieser Schiene immer, selbst wenn ich versuche es so gut als möglich abzupolstern und eine richtige Stillposition ist aufgrund der angespreizten Beine auch nicht wirklich einzunehmen. Ich weiß nicht wer so ein unpraktisches Teil erfunden hat. Aller Muttertrauer und Optik zum Trotz ist das Teil einfach nur widerlich gebaut und denkbar ungeeigenet für Säuglinge. Wenn ich versuche es ihr wie in der Beschreibung angegeben anzuziehen dann erwürge ich das Kind. Die Klettverschlüsse sind scharfkantig. Es ist auch eher ein anzwingen als ein anziehen. Dabei heißt es in der Beschreibung doch so schön: drücken sie leicht auf das Knöpfchen, fädeln sie die Schlaufe ein und legen sie das Bein rein…Das geht so nicht!!!!! Und nachts schon gar nicht. Ganz schlimm finde ich auch, daß damit Bewegungen eingeschränkt werden die ja gar nicht nötig sind und der komplette Oberkörper zusammengestaucht wird daß nur noch ganz wenig Bewegung allgemein möglich ist. Den Kopf sollte sie am besten auch nicht bewegen, denn dann kommt wieder der scharfe Klettverschluß. Dazu dann immer wieder dieses schreckliche verzweifelte Gebrüll unserer sonst doch recht entspannten Tochter. Ich versuche dennoch der Kleinen ein positives Gefühl zu geben und mit ihr quasi entspannt zu reden daß das nötig ist und gar nicht schlimm sei, muß aber regelmäßig aus dem Zimmer gehen zum heulen. Das ist echt sauschwer bei sowas Ruhe und alles okay Stimmung auszustrahlen und macht mich irgendwie fertig. Ich habe ihr die Schiene übrigens heute Nacht nach langem hin und herüberlegen und einigen Selbstvorwürfen abgemacht und mich entschieden für unser aller Wohl sie zukünftig wenigstens Nachts nicht mehr ranzumachen sondern sie einfach nur breit zu wickeln und gut ist. Man war das schön sie wieder entspannt zu sehen. Heute morgen hab ich ihr das Teil aber wieder brav rangewürgt und massiere ihr die Beinchen so oft als möglich. Naja, nun schreit sie wieder seit einigen Stunden wie am Spieß und ich versuche die Ruhe selber zu sein. Tieeeeeef durchatmen!
Dennoch frage ich mich bin ich zu emotional bei der Sache daß ich jetzt schon aufgebe? Andere Mütter schaffen es doch auch das teilweise über Monate auszuhalten obwohl ihnen zum heulen zumute ist und haben so große Sorgen was passieren könnte wenn sie das Teil weniger als die angegebenen 23h am Tag tragen lassen. Aber ich sehe nicht ein für ein kleines bißchen mehr positiven Einfluß auf ein Gelenk welches nicht wirklich schlecht ist von den Werten her so viele Verschlechterungen auf anderen Ebenen und Körperstrukturen einzutauschen. Das kann doch gar nicht falsch sein, oder?
Wir waren gestern bei der U3, dort war alles schick nur zeigte sich der Hüftultraschall grenzwertig und dieser wurde heute früh vom Orthopäden nochmal nachgecheckt. Der Winkel der linken Hüfte ist grenzwertig und die Hüfte damit offiziell unreif. (fürs Protokoll: Alphawinkel Kinderarzt li: 55° re:59°, Orthopäde li:57°, re:60°, Beta: li:55°, re 60°, Hüfttyp links IIa, rechts Ia/Ib)Deswegen haben wir jetzt eine Tübinger Hüftbeugeschiene bekommen. Das ist ein wahres Folterinstrument und mir blutet mein Mutterherz das Kind darin zu sehen. Es kullert in Rückenlage bei jeder Bewegung um, auf dem Bauch kann sie nur noch liegen mit dem Kopf auf einem Ende des Stillkissens und beim stillen was ja nun gradeso erstmal wieder geht und das auch nur in einer Position drücken die Beinschienen auf die Beine. Ich weiß gar nicht wie ich sie händeln soll und was anziehen. Es paßt ja nicht mal mehr der Draußenanzug mehr. Es blutet außerdem auch noch mein Therapeutenherz welches das Kindelein in seiner wichtigsten Entwicklungsphase nun so in bestimmten Bewegungen extrem fixiert sieht. Naja, was tut man nicht alles. Wie lange wir das Teil tragen sollen? Keine Ahnung. Bis es besser ist wurde mir gesagt. Na toll!!!
Dann war der Orthopäde auch noch so ein grober, unsensibler Typ der wohl so gar keine Ahnung hat wie man sich einem Säugling gegenüber verhält. Den hat sie auch die ganze Zeit nur angebrüllt. Dabei ist sie bisher eigentlich bei allen Ärzten immer gut gelaunt gewesen. Sobald der Kerl aus dem Raum ging strahlte sie wieder. Auch der Sanitätsmann wurde angelächelt. Nur der doofe Orthopäde durfte sich was anhören. Ich hab mir innerlich einen gefeixt als Julia ihn zum Abschied in hohem Bogen angespuckt und angepullert hat.
Brave Tochter
Ach ja, der Kinderarzt bei der U3 war zwar supernett, hat aber auch total komische Sachen gemacht. Er hat das Kind mit Windel gewogen (angeblich nach Abzug pauschaler “Windelwerte” wiegt sie 4670g- das kann nicht sein, denn sie wog vorher mehr und auch beim nachwiegen zu Hause war sie schwerer. Aber egal). Dann hat er das Kindelein mit angewinkelten Beinen in eine Art Messchieber gelegt zum Längenmessen. Ich dachte immer es wird die Gesamtlänge und nicht das gebeugte Kind gemessen. Dabei kam dann 54,5cm raus. Der Dickkopf ist nun auch schon 38cm breit. Als ich ihn frage was wir tun können ob der extremen Blähungen und Verstopfungen die aktuell ganz dolle schlimm sind, meinte er nur Augen zu und durch. Ich sollte mich mal nicht stressen lassen, davon würde die Milch nur schlechter. Das vor Schmerzen schreiende Kind mal dem Mann in den Arm drücken. Aha…da bin ich ja wirklich schlauer. Ich hätte gerne konkretere Hilfe gehabt, zB. ein Rezept oder so. Bräuchte ich alles angeblich nicht, haben ja alle. Wie gut daß ich mir vorsorglich gut selber helfen kann und mich schon mit Espumisan, Kümmelzäpfchen und Co bewaffnet habe. Dann zahl ich das eben selber. Hauptsache es hilft. So war das ja schon mit der Soorbehandlung. Hat das Kind nicht (kann man ja nicht diagnostizieren)- gibt nix. Danke übrigens an die anderen Blogger die das ja alles schon durch haben und von ihren Wundermittelchen berichten. Das Espumisan zB. wirkt ganz klasse solange wir es nicht vergessen. Ach ja, schief sei das Kind auch nicht, es ist aber stark asymmetrisch steht im Heft. Hat wohl auch jeder…Naja, ich erwarte wohl immer noch zuviel von Ärzten. Wenns nach mir geht würd ich am liebsten zu keinem mal schnell mehr hingehen- egal welche Fachrichtung.
Übermorgen läuft auch noch das Rezept für meine Milchpumpe aus. Hmm…ich würde sie ja gerne feierlich zur Apotheke tragen, allerdings so ganz ohne trau ich mich noch nicht und eine vernünftige kaufen ist irre teuer. Mal gucken ob ich die verlängert bekomme. Dafür darf ich dann Montag mal wieder zu einem Arzt und betteln. Ich erwarte da einfach mal nix mehr…nichtmal mehr ein Rezept.
Heute ist die Kleine schon einen Monat alt. Man, wie die Zeit rennt…
Sie wiegt jetzt 5kg, ist selbstgemessene 2-3cm gewachsen, die Strampler scheinen förmlich einzulaufen und süße Pausbäckchen und Speckfalten hat sie bekommen. Sie kann den Kopf im Liegen heben und zur Seite drehen, verfolgt Dinge mit ihren Augen und fängt langsam an zu lächeln wenn man Quatsch mit ihr macht. Schlafen/Essen tut sie nachts derzeit immer so 4h, wobei sie nun deutlich länger am Stück wach ist und auch alle paar Tage dann wieder stündlich was haben mag. Dafür haben Mama und Papa ziemlich tiefe Augenringe aber immer noch ein permanentes Grinsen im Gesicht wenn sie die Kleine angucken oder an sie denken. Die erste Zeit war ziemlich aufregend und wirr, vor allem aber irre anstrengend. Habe mir heute auch mal einige Blogs durchgelesen und irgendwie bin ich erleichtert zu lesen daß es vielen von euch ähnlich ging und irgendwie fast jeder mit heftigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Alles was ich da las kam mir verdammt bekannt vor, denn ich habe das Gefühl wir haben auch fast alles davon aktuell mitgemacht. Es fühlt sich auch an als würden wir schon nen halbes Jahr mit alledem rumhexen, dabei sind es doch “nur” 4 Wochen. Aber das allerwichtigste was ich zu berichten habe ist, daß es pünktlich zum ersten Monat plötzlich alles besser zu werden scheint. Ich habe diese elendigen Schmerzen beim stillen nun selber ne Woche verdachtsweise mit Mykoderm Mundgel und Heilsalbe auf Soor behandelt und siehe da, ich bin nun seit 2 Tagen fast schmerzfrei bis auf so kleine Schmerzchen die nicht mehr der Rede wert sind. *jubel* Bis auf die nicht erklärbaren brennenden Dauerschmerzen in der Brust (die ja schon längst wieder abgeheilt war) gabs ja keinerlei Symptome und wirklich niemand wußte Rat, ich habe wirklich ernsthaft heulenderweise übers abstillen nachgedacht. Weder bei mir noch bei der Kleinen gabs Anzeichen für irgendwas, maximal mal ein Minipickelchen am Po. Aber irgendwie konnte es ja schon gar nix anderes mehr sein. Na auf jeden Fall hats anscheinend geholfen. Habe heute die erste Nacht schmerzfrei stillend und ohne Flaschen verbracht und das fühlt sich wirklich großartig an. Plötzlich kann das Kind auch die Brustwarze wieder richtig fassen und schafft es sogar alleine anzudocken. Zumindest wenn ich nicht grade kurz vorm platzen bin, aber dafür nehm ich dann das Stillhütchen. Ich keine panische Angst mehr wenn das Kind Hunger bekommt, sondern kann endlich ganz entspannt an die ganze Stillgeschichte gehen. Oh man, mir fallen nun wirklich ganze Gebirge vom Herzen und ich sehe endlich Licht am Ende des Tunnels. Es war ein verdammt ereignisreicher, anstrengender und lehrreicher Monat mit viel Geheule und Sinnkrisen. Aber wir werden besser!
Erkenntnüsse des ersten Monats und Dinge die ich gelernt habe:
Ich glaub das Kind platzt bald, denn hier wird schon seit ein paar Tagen im Stundentakt nach der Milchbar geschrien und selbige mit blinder Hast leergetrunken. Die Speckfalten werden auch langsam immer massiger. Auf jeden Fall wiegt der Moppel fast 5kg und gedeiht prächtig während Mama so langsam mit ausgezehrtem beaugenringten Gesicht dahinvegetiert. Naja, bestimmt hilft das beim Abnehmen. Noch seh ich ja aus wie im 6. Monat mit meinem Schwabbelbauch, wobei mir das derzeit ziemlich schnuppe ist. Nur endlich mal wieder schlafen wäre toll. Aber selbst wenn der Moppel mal schläft komm ich eher selten so richtig ins Land der Träume weil ich bei jedem Mucks wach werde. Und das Kind schnieft und schnufft echt die ganze Zeit. Dafür bin ich jetzt nachts perfekt organisiert und muß nicht mehr aufstehen. Werd auch immer schneller mit dem Abfüttern. Es steht nun immer alles parat und füllt den Nachttisch. Als da wären eine Salskristallampe für passendes Dunkellicht, ein Kästchen voll mit Fläschchen, Thermoskanne, Milchpulverportionierer, Stillhütchen, Cremes, Essigwasser zum Brustabwaschen hinterher, Notfallschnuller, die frisch bestückte Milchpumpe, das “Einwickeltuch”, diverse Lätzchen und Sprotztücher und eine gut bestückte Wickelkiste zum schnellen wickeln im Bett. Platz ist auf dem Nachtschrank nicht mehr. Nichtmal mein neuer Lichtwecker den es zu Weihnachten gab paßt mehr rauf. Dafür muß ich aber auch nicht mehr extra hoch um mal wieder irgendwas zu holen oder zu machen. Das ist klasse. Nur das auffüllen bevors ins Bett geht ist noch etwas nervig weil ich meist immer was vergesse. Außerdem such ich noch nach der passenden Nachtablenkung für mich die ich während des stillens machen kann um nicht einzuschlafen oder machen kann wenn ich mal nicht schlafen kann. Wir können nämlich nicht mal schnell im liegen stillen und die Dame braucht ziemlich lange bis sie mal so fertig ist. Sollte aber das Kindelein nicht stören. Fernsehen ist mir auf Dauer nix, stört ja die Kleine-leider. Lesen? Zu anstrengend und zu dunkel. Hmm…habt ihr ne Idee? Bzw. was habt ihr so gemacht nebenbei?
Nun muß aber erstmal wieder ausgeschubt werden. Ach ja, unsere Hebamme hat gesagt, es ist nur ein Schub und nach ihren Berechnungen soll das morgen evtl. schon wieder vorbei sein. Darauf nagel ich die jetzt einfach mal fest. Jawollja!